Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Service Hotline: +49 (0) 201 4387490

Sonnenschutzfolien bei Isolierverglasung 
Darauf muss ich achten

Isolierverglasungen – also Mehrscheiben-Isolierglas (meist 2-fach oder 3-fach) – sind komplex aufgebaute Systeme, die speziell aufeinander abgestimmte thermische Eigenschaften besitzen. Jede Scheibe, der Abstandhalter, das Gas im Scheibenzwischenraum und der Randverbund spielen zusammen, um einen optimalen Wärmedämmwert zu erreichen. Wenn auf die Innenseite der Verglasung eine Sonnenschutzfolie aufgebracht wird, gerät dieses System aus thermischem Gleichgewicht. Der Grund dafür ist der Wärmefluss, der bei einer innenliegenden Folie nicht mehr wie vorgesehen ablaufen kann.

LOCK-in® Sonnenschutzfolie 35C innen

1. Entstehung überhöhter Temperaturen auf der Innenseite

Sonnenschutzfolien sind dafür ausgelegt, einen großen Teil der Sonneneinstrahlung zu absorbieren oder zu reflektieren. Wird die Folie innen montiert, passiert Folgendes:

• Die Sonnenenergie durchdringt zunächst die Glasfläche.
 • Erst auf der Innenseite wird sie von der Folie absorbiert oder reflektiert.
 • Die absorbierte Energie verwandelt sich in Wärme, die an die Scheibe abgegeben wird.
 • Diese Wärme kann nun nicht ausreichend entweichen – der Bereich zwischen Folie und Glasscheibe heizt sich auf.

Dieses Phänomen nennt man thermischen Stau. Je nach Folientyp, Glasaufbau, Ausrichtung und Sonneneinstrahlung können dabei deutlich höhere Temperaturen entstehen, als vom Isolierglas-Hersteller vorgesehen.

2. Risiken und mögliche Schäden

Bei nicht korrekter Anwendung von Sonnenschutzfolien können eine Vielzahl von Schäden auftreten.

a) Thermische Spannungsrisse

Wenn eine Glasfläche ungleichmäßig erhitzt wird, z. B. nur teilweise von der Sonne bestrahlt oder durch Folie zusätzlich erwärmt, entstehen Spannungen im Glasgefüge. 

  • Der Randbereich bleibt oft kühler. 
  • Die Folie heizt die innere Scheibe aber stark auf. 
  • Die Temperaturunterschiede führen zu thermischen Spannungen, die das Glas nicht ausgleichen kann. 

Die Folge: Spannungsrisse, die meist diagonal oder sternförmig auftreten. Diese Art von Glasbruch wird nicht von Herstellern oder Versicherungen abgedeckt.

b) Schädigung des Randverbunds

Der Randverbund, also das Dichtsystem aus Abstandhalter, Butyl, Trockenmittel und Sekundärdichtung, ist sensibel gegenüber Überhitzung. Durch die höhere Erwärmung kann es zu:

  • Austrocknung des Dichtstoffs
  • Veränderung des Butyls
  • Undichtigkeiten der Scheibe
  • Eindringen von Feuchtigkeit kommen

In der Folge können Isolierglasscheiben „blind“ werden (milchig, beschlagen), weil das Gas entweicht und Feuchtigkeit eindringt. Ein klassischer, teurer Schaden.

c) Verlust der Hersteller-Garantie

Nahezu alle Isolierglashersteller schließen Schäden durch nachträgliche Innenfolien aus der Gewährleistung aus. Das heißt: Wenn etwas kaputtgeht, haftet der Kunde oder der Folienverarbeiter.

3. Warum Außenfolien die sichere und effektive Alternative sind


4. Zusammenfassung für Sonnenschutzfolien auf Isolierverglasung


Innenfolien + Isolierglas = hohes Risiko
→ Spannungsrisse
→ Undichter Randverbund
→ Beschädigungen durch Überhitzung
 → Garantieverlust

 Außenfolien = sichere, professionelle Lösung
→ hitzeschutzwirksam
 → thermisch unkritisch
→ hohe Lebensdauer
→ klare Empfehlung für alle Isolierverglasungen

Fragen zu Sonnenschutzfolien?

Melden Sie sich einfach bei unserem Team, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Kontaktformular
Datenschutz
Die mit einem Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.